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ADHD in aumento? RIflessioni con dati alla mano

HAT DIE ANZAHL DER MENSCHEN MIT ADHS ZUGENOMMEN?

18 Novembre 2024/in Blog/da marcofrigeri

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Im Allgemeinen wird geschätzt, dass ADHS weltweit etwa 5 % der Kinder und 2,5 % der Erwachsenen betrifft, aber diese Zahlen können aufgrund verschiedener Faktoren variieren. Eine frühzeitige und genaue Diagnose ist entscheidend, um Menschen mit ADHS angemessen zu unterstützen.

Es gibt keine aktuellen Daten speziell für die Autonome Provinz Bozen – Südtirol hinsichtlich der Häufigkeit von ADHS. Allerdings deuten allgemeine Schätzungen für Italien und Europa darauf hin, dass die Häufigkeit von ADHS im Einklang mit den globalen Durchschnittswerten liegt, die bei Kindern bei etwa 5 % und bei Erwachsenen bei etwa 2,5 % liegen.

Was sind die Ursachen für diesen Anstieg von ADHS?

Die Ursachen für diesen wahrgenommenen Anstieg sind wahrscheinlich multifaktoriell und umfassen eine Kombination aus genetischen, umweltbedingten und sozialen Faktoren. Hier sind einige mögliche Erklärungen:

  1. Besseres Bewusstsein und bessere Diagnose: Ein gesteigertes Bewusstsein für ADHS unter Gesundheitsfachkräften im öffentlichen und privaten Sektor, wie beispielsweise in der PECOM-Ambulanz in Bozen (Trentino-Südtirol), sowie unter Pädagogen und Eltern hat zu einer Zunahme der Diagnosen geführt. Die Verfügbarkeit von mehr Informationen und Ressourcen sowie eine bessere Ausbildung der Fachkräfte haben die Erkennung von Symptomen und Fällen erleichtert;
  2. Änderungen der Diagnosekriterien: Die Weiterentwicklung der Diagnosekriterien, wie beispielsweise der DSM-Kriterien, könnte zu einer Ausweitung der Definition von ADHS geführt haben, sodass nun mehr Kinder unter diese Störung fallen. Jede Überarbeitung des DSM zielt darauf ab, die Symptome und Kategorien weiter zu verfeinern, was sich wiederum auf die Anzahl der Diagnosen auswirkt.
  3. Umweltfaktoren: Die Exposition gegenüber bestimmten Umweltfaktoren wie Rauchen während der Schwangerschaft, Alkohol, Umweltgifte (z. B. Blei) sowie Frühgeburtlichkeit oder niedriges Geburtsgewicht wurden mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von ADHS in Verbindung gebracht;
  4. Schulischer und sozialer Druck: Veränderungen im Bildungssystem, die einen stärkeren Fokus auf schulische Leistungen legen und weniger Toleranz gegenüber abweichendem Verhalten zeigen, können dazu führen, dass Kinder, die von der „Norm” abweichen, stärker identifiziert werden. Darüber hinaus verlangt die moderne Gesellschaft ein Maß an Aufmerksamkeit und Selbstbeherrschung, das für Kinder mit ADHS-Symptomen eine Herausforderung darstellen kann.
  5. Fehldiagnosen oder Überdiagnosen: In bestimmten Kontexten besteht die Gefahr einer Überdiagnose, wenn normales Verhalten als Störung interpretiert wird, manchmal aufgrund unrealistischer Erwartungen an das Verhalten von Kindern oder aufgrund von Druck seitens der Schule oder der Familie.
  6. Genetische Faktoren: Genetische Faktoren erklären zwar nicht den Anstieg der Fälle, doch ein besseres Verständnis dieser Faktoren kann zu einer besseren Identifizierung von Fällen innerhalb von Familien führen, in denen mehrere Mitglieder diagnostiziert werden können, sobald der erste Fall identifiziert wurde.
  7. Einfluss von Medien, sozialen Netzwerken und Internet: Die Verbreitung von Informationen über das Internet, soziale Netzwerke und Medien kann auch die Wahrnehmung und das Verständnis von ADHS beeinflussen und dazu führen, dass mehr Eltern oder Lehrer eine Untersuchung wegen Verhaltensweisen beantragen, die sonst möglicherweise nicht als problematisch angesehen worden wären.

Die Interpretation dieser Faktoren muss ausgewogen und sorgfältig erfolgen, um sicherzustellen, dass Kinder eine genaue und angemessene Diagnose erhalten und sowohl Über- als auch Unterdiagnosen vermieden werden. Die Ambulanz PECOM in der Via Fiume 16 in Bozen (Trentino-Südtirol) führt die Diagnose gemäß den Richtlinien mit allen standardisierten Instrumenten und mit Fachleuten durch, die auf ADHS spezialisiert sind.

Dr. Ilaria Obbili

Psychotherapeut – Bozen (Trentino-Südtirol)

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