ADHS, Zeitmanagement und Prokrastination: Was uns die neuere wissenschaftliche Forschung sagt

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Viele Menschen mit ADHS hören schon seit ihrer Kindheit Sätze wie: „Du musst dich einfach besser organisieren“, „Du bist intelligent, aber du verlierst dich“, „Warum wartest du immer bis zur letzten Minute?“. Immer mehr Studien zeigen, dass bei ADHS Schwierigkeiten mit Zeit und Prokrastination eng mit spezifischen neuropsychologischen Prozessen verbunden sind: exekutive Funktionen, Zeitwahrnehmung, Motivationsregulation, Emotionsregulation und Sensibilität für unmittelbare Belohnung.

Ein Problem der Selbstregulation

Prokrastination bei ADHS bedeutet nicht einfach nur „alles später zu machen“. Sie ist oft die Folge von Schwierigkeiten, ins Handeln zu kommen, den notwendigen Zeitaufwand einzuschätzen, auf Kurs zu bleiben, Ablenkungen zu widerstehen, emotionalen Stress zu bewältigen und ein zukünftiges Ziel im Blick zu behalten, während die Gegenwart unmittelbarere Reize bietet. Es handelt sich um eine Schwierigkeit der Selbstregulation. Eine aktuelle Studie mit Studierenden zeigte, dass der Zusammenhang zwischen ADHS-Symptomen und Prokrastination maßgeblich durch exekutive Funktionen vermittelt wird, insbesondere durch Zeit-Selbstmanagement und Organisation/Problemlösefähigkeiten. Das bedeutet, dass Prokrastination als sichtbarer Ausdruck einer umfassenderen Schwierigkeit in der exekutiven Alltagsbewältigung verstanden werden sollte.

Zeit wird bei ADHS nicht immer gleich „wahrgenommen“

In den letzten Jahren hat sich die Forschung zunehmend einem zentralen Aspekt gewidmet: der Zeitwahrnehmung (time perception), also der Art und Weise, wie Menschen Zeit wahrnehmen, einschätzen, reproduzieren und strukturieren. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2024 mit 824 Effektstärken bestätigte ein moderates, aber signifikantes Defizit in der Zeitwahrnehmung bei Menschen mit ADHS über die gesamte Lebensspanne hinweg. Der beobachtete Effekt war unter anderem mit dem Arbeitsgedächtnis verbunden. Diese Erkenntnis ist klinisch bedeutsam, da sie erklärt, warum Zeit für viele Menschen mit ADHS zwei extreme Geschwindigkeiten zu haben scheint: Entweder sie kommt gar nicht in Gang oder sie ist plötzlich schon vorbei. Häufig treten Schwierigkeiten auf, einzuschätzen, wie viel Zeit noch bleibt, die eigene Energie einzuteilen, die tatsächliche Dauer einer Aufgabe vorherzusagen oder eine abstrakte Absicht in eine konkrete Abfolge von Handlungen zu übersetzen. Die neuere Literatur zu Erwachsenen mit ADHS bestätigt, dass das Thema Zeit nicht nebensächlich, sondern strukturell ist.

Warum wird mehr prokrastiniert?

Le ricerche più recenti suggeriscono che, im ADHS-Funktionsprofil, die Prokrastination durch mindestens vier Mechanismen unterstützt werden kann:

1. Exekutive Schwierigkeiten

Wenn Planung, Strukturierung der Schritte, das Beginnen einer Aufgabe und deren Überwachung mehr Anstrengung erfordern, wird der Einstieg schwieriger. Und je mehr eine Aufgabe anhaltende mentale Anstrengung verlangt, desto höher ist das Risiko, sie aufzuschieben.

2. Beeinträchtigte zeitliche Organisation

Eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigte, dass Erwachsene mit ADHS eine geringere Fähigkeit zur „Organisation in der Zeit“ aufweisen als Kontrollgruppen und dass diese Schwierigkeit mit einer geringeren Lebensqualität verbunden ist. Metakognitive Fähigkeiten und Zeitorganisation erklärten einen signifikanten Anteil der Varianz in der Lebensqualität.

3. Höhere Anziehungskraft unmittelbarer Belohnungen

Prokrastination bei ADHS ist nicht nur eine Flucht vor Pflichten; oft ist sie auch eine Bewegung hin zu dem, was schnellere Erleichterung oder Belohnung bietet. Eine Studie aus dem Jahr 2023 zeigte, dass ADHS-Symptome den Zusammenhang zwischen Prokrastination und der Präferenz für unmittelbare Belohnungen verstärken, was darauf hindeutet, dass Interventionen auch darauf abzielen sollten, Belohnungen näher, häufiger und konkreter zu gestalten.

4. Emotionsregulation

Prokrastination dient häufig dazu, unangenehme Gefühle für einige Minuten zu vermeiden: Langeweile, Leistungsangst, Angst vor Fehlern, Überforderung oder Frustration. In diesem Sinne kann das Aufschieben kurzfristig entlastend wirken, auch wenn es die Situation mittelfristig verschärft. Aktuelle Studien bringen Prokrastination, ADHS und erhöhtes psychisches Leiden weiterhin miteinander in Verbindung, einschließlich negativer Auswirkungen auf die Lebensqualität.

Die tatsächlichen Kosten: nicht nur Produktivität, sondern Lebensqualität

Eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigte, dass höhere ADHS-Symptome mit stärkerer Prokrastination und geringerer Lebensqualität verbunden sind und dass Prokrastination ein wichtiger indirekter Mechanismus ist, über den ADHS das alltägliche Funktionieren beeinträchtigen kann. Das ist ein zentraler Punkt: Es geht nicht nur darum, „zu spät zu sein“. Wenn das Aufschieben chronisch wird, untergräbt es Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit, Beziehungen, Studium, Arbeit und das allgemeine Wohlbefinden. Mit anderen Worten: Prokrastination ist nicht nur ein lästiges Symptom, sondern kann zu einem echten Verstärker von Belastung, Scham und Demoralisierung werden.

Was hilft?

CBT-Interventionen speziell für ADHS

Neuere Übersichtsarbeiten zur kognitiven Verhaltenstherapie bei Erwachsenen mit ADHS betonen, dass die wirksamsten Interventionen nicht primär motivierend sind, sondern auf konkreten Fähigkeiten basieren: Zeitbewusstsein, Prioritätensetzung, Planung, Nachverfolgung, Umgang mit Ablenkungen und Überwindung von Prokrastination. Eine Review aus dem Jahr 2025 fasst positive Ergebnisse der CBT bei ADHS zusammen, sowohl als eigenständige Behandlung als auch als Ergänzung zur medikamentösen Therapie.

Strukturierte digitale Interventionen

Eine im Jahr 2026 veröffentlichte RCT-Studie zeigte, dass eine auf CBT-Prinzipien basierende App Verbesserungen bei Aufmerksamkeitsproblemen und Lebensqualität bewirkte; zudem vermittelten Veränderungen in Organisationsverhalten, Zeitmanagement und Planung einen Teil dieser Effekte. Es ist keine magische Lösung im Smartphone-Format, aber ein interessantes Signal: Gut konzipierte digitale Werkzeuge können konkrete Unterstützung bieten.

Spezifische Programme zur Prokrastination

Eine Studie aus dem Jahr 2025 mit Studierenden mit ADHS-Symptomen zeigte, dass ein spezifisches Prokrastinations-Training den Verlauf des Aufschiebeverhaltens signifikant veränderte und auch die Lebenszufriedenheit verbesserte. Es handelt sich um ein vorläufiges, aber wichtiges Ergebnis: Prokrastination sollte nicht immer nur indirekt behandelt werden, sondern manchmal gezielt.

Zeittraining bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen können zeitbezogene Schwierigkeiten auch durch spezifische Programme angegangen werden. Eine randomisierte Studie zeigte, dass eine multimodale Intervention mit Zeittraining und unterstützenden Hilfsmitteln sowohl die Zeitverarbeitung als auch das tägliche Zeitmanagement bei Kindern mit ADHS im Alter von 9 bis 15 Jahren verbesserte. Dies deutet darauf hin, dass Zeit auch „gelehrt“ und „kompensiert“ werden kann – nicht nur eingefordert.

Klinische und psychoedukative Implikationen

  • Aufgabenteilung;
  • Externalisierung von Zeit;
  • Start-Routinen;
  • Reduktion von Unklarheit;
  • kurzfristige Belohnungen;
  • visuelle und umgebungsbezogene Hilfen;
  • Training von Prioritäten;
  • Emotionsregulation bei „schweren“ Aufgaben.

Denn das ADHS-Gehirn braucht oft nicht gesagt zu bekommen, dass Zeit existiert.
Es braucht, sie zu sehen, zu greifen, konkret zu machen und nah genug zu fühlen, um in sie eintreten zu können.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse helfen uns, eine schuldzuweisende Sichtweise auf Prokrastination bei ADHS zu überwinden. Schwierigkeiten mit Zeit sind kein nebensächliches Detail, sondern ein zentraler Bestandteil des alltäglichen Funktionierens vieler Menschen mit ADHS. Prokrastination ist oft Ausdruck eines komplexen Zusammenspiels aus exekutiven Funktionen, Zeitwahrnehmung, Motivation, Emotionsregulation und der Suche nach unmittelbarer Belohnung. Die zukünftige Forschung ist vielversprechend: Immer gezieltere, konkretere und individuell angepasste Interventionen scheinen bessere Ergebnisse zu liefern als allgemeine Ansätze. Wenn die Werkzeuge passend werden, verändert sich oft die ganze Geschichte.

Literatur (Auswahl)

Metcalfe KB, McFeaters CD, Voyer D. Time-Perception Deficits in Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder: A Systematic Review and Meta-Analysis. Developmental Neuropsychology. 2024;49(1):1–24.

Grinblat N, et al. The Relationship Between Organization in Time, Executive Functions, and Quality of Life in Adult ADHD. Brain Sciences. 2025.

Turgeman RN, et al. Adult ADHD-Related Poor Quality of Life: Investigating the Role of Procrastination. 2025.

Bolden J, Fillauer JP. Journal of American College Health. 2020.

Mette C, et al. Brain Sciences. 2023.

Oguchi M, et al. 2023.

Solanto MV. World Psychiatry. 2025.

Antshel KM, McBride H, Knouse LE. Journal of Attention Disorders. 2026.

Wennberg B, et al. European Child & Adolescent Psychiatry. 2018.

Effects of a Procrastination Intervention for Japanese University Students With ADHD Tendencies. 2025.


Dott.ssa Ilaria Obbili
Direttrice sanitaria PECOM
Psicoterapeuta

 

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Präsentation des Buches „Ein autistisches Kind begleiten“ – Donatella Arcangeli

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Autorin: Dr. Ilaria Obbili, Psychotherapeutin – Ärztliche Leiterin Ambulatorio Fachambulanz PECOM – Bozen (Trentino Südtirol)

Ich freue mich, auf eine Veranstaltung zu einem zentralen Thema für Familien, Lehrkräfte und Fachpersonen hinzuweisen: die Präsentation des Buches „Ein autistisches Kind begleiten. Von der Theorie zur Praxis: Werkzeuge für den Alltag“ von Dr.in Donatella Arcangeli, Fachärztin für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie, Primaria mit leitenden Funktionen in den Diensten für psychische Gesundheit im Entwicklungsalter in Trentino-Südtirol und im italienischen Kontext.

Die Veranstaltung findet am 28. Februar um 18:00 Uhr in der Neuen Cappelli Buchhandlung, Corso della Libertà 2 in Bozen (BZ), statt.

Das Buch bietet einen konkreten und zugänglichen Blickwinkel mit hilfreichen Instrumenten, um das Aufwachsen des Kindes im Alltag zu begleiten, und verbindet theoretische Reflexion mit praktischen Hinweisen. Eine wertvolle Gelegenheit, sich zu vertiefen, sich auszutauschen und Impulse mitzunehmen, die im Alltag anwendbar sind.

Dr. Ilaria Obbili
Gesundheitsdirektorin PECOM
Psychotherapeutin

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ADHS und Darmmikrobiota

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Mikrobiota und ADHS

Bakterielle Biodiversität, Dysbiose, Darm–Hirn-Achse und die Rolle einer entzündungshemmenden Ernährung

Wissenschaftlich-populärwissenschaftlicher Artikel für Fachpersonen und informierte Leser:innen. Die Zitate sind im Format (Autor, Jahr) angegeben.

Kernbotschaft: Neuere Evidenz legt nahe, dass das Darmmikrobiom über die Darm–Hirn-Achse immunologische und metabolische Prozesse beeinflussen kann,
die potenziell für die Aufmerksamkeitsfunktion relevant sind. Die Modulation des Mikrobioms ersetzt nicht die Standardtherapien bei ADHS,
kann jedoch im Rahmen eines integrierten Ansatzes eine biologisch plausible Unterstützung darstellen (Cryan & Dinan, 2019).

Kontext: Ein integriertes Modell der ADHS

In den letzten Jahren wird ADHS zunehmend aus einer integrierten Perspektive betrachtet –
nicht nur als neuroentwicklungsbedingte Störung mit genetischen und neurobiologischen Grundlagen,
sondern als Ergebnis einer komplexen Interaktion zwischen Gehirn, Immunsystem, Umwelt und Stoffwechsel.

In diesem Zusammenhang hat das Darmmikrobiom –
ein Ökosystem aus Billionen von Mikroorganismen – zunehmend Aufmerksamkeit erhalten, da es über die Darm–Hirn-Achse mit dem zentralen Nervensystem kommuniziert (Cryan & Dinan, 2019).


Mikrobiomdiversität bei Personen mit ADHS

Eine der konsistentesten Beobachtungen in der Literatur betrifft die verringerte bakterielle Biodiversität bei Personen mit ADHS.
Studien an pädiatrischen Populationen zeigen, dass die sogenannte Alpha-Diversität – also die Vielfalt der innerhalb eines Individuums vorhandenen Spezies
– im Vergleich zu neurotypischen Kontrollgruppen signifikant reduziert ist (Prehn-Kristensen et al., 2018).

Ein weniger diverses Mikrobiom gilt allgemein als weniger resilient: anfälliger für Umweltstressoren und weniger effizient in der Produktion nützlicher Metabolite,
darunter kurzkettige Fettsäuren (SCFA).

Wiederkehrende Befunde zeigen neben der globalen Diversitätsreduktion auch Unterschiede in Bakteriengattungen
wie Bifidobacterium, Lactobacillus und Prevotella, die an der Fermentation von Ballaststoffen, der SCFA-Produktion und der Immunmodulation beteiligt sind
(Aarts et al., 2017; Wan et al., 2020).


Mögliche Ursachen der Dysbiose bei ADHS

Veränderungen des Mikrobioms scheinen nicht auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen zu sein, sondern auf das Zusammenwirken biologischer und umweltbedingter Einflüsse.

Westliche Ernährung und ultraverarbeitete Lebensmittel

Ein Ernährungsstil mit hohem Anteil an einfachen Zuckern, gesättigten Fettsäuren und ultraverarbeiteten Lebensmitteln
wird mit einer Reduktion butyratproduzierender Bakterien sowie einer Zunahme proinflammatorischer Spezies in Verbindung gebracht (Morais et al., 2021).
Eine chronisch geringe Ballaststoffzufuhr entzieht dem Mikrobiom sein zentrales metabolisches Substrat und trägt zusätzlich zur Abnahme der Biodiversität bei.

Frühzeitiger Antibiotikaeinsatz

Der frühe Einsatz von Antibiotika kann die initiale bakterielle Kolonisation beeinträchtigen und langfristige Auswirkungen auf die Mikrobiomzusammensetzung
und die Immunreifung haben (Cryan et al., 2019).

Chronischer Stress und HPA-Achse

Chronischer Stress kann über die Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) die intestinale Permeabilität
und Motilität beeinflussen und so Dysbiose begünstigen (Dinan & Cryan, 2017).


Auswirkungen der Dysbiose auf Gehirn und Aufmerksamkeitssymptome

Das Mikrobiom ist an der Synthese und Modulation von Neurotransmittern beteiligt, die für Aufmerksamkeit und Verhaltensregulation relevant sind.
Einige Bifidobacterium-Stämme sind in den Phenylalanin-Metabolismus involviert, einem Vorläufer von Dopamin (Aarts et al., 2017),
während Lactobacillus zur GABA-Produktion beitragen kann (Dinan & Cryan, 2017).

Veränderungen in der SCFA-Produktion – insbesondere von Butyrat – können Neuroinflammation,
die Integrität der Blut-Hirn-Schranke und synaptische Plastizität beeinflussen (Dalile et al., 2019; Silva et al., 2020).

Biologisch relevante Hypothese: Dysbiose kann die intestinale Permeabilität
erhöhen und den Übertritt von Lipopolysacchariden (LPS) in den Kreislauf fördern,
was proinflammatorische Immunreaktionen aktiviert. Eine daraus resultierende milde chronische Neuroinflammation wurde mit Aufmerksamkeitsproblemen und kognitiver Ermüdbarkeit assoziiert (Morais et al., 2021).


Ernährung und Mikrobiom: eine biologisch sinnvolle Intervention

Vor dem Hintergrund der aktuellen Evidenz nimmt die Ernährung eine zentrale Rolle bei der Modulation des Mikrobioms und indirekt der
neurokognitiven Funktion ein.

Ballaststoffe sind das wichtigste fermentierbare Substrat für Darmbakterien.
Eine ausreichende Zufuhr fördert SCFA-produzierende Spezies, erhöht die Biodiversität und unterstützt die Integrität der Darmbarriere (Dalile et al., 2019).

Ein Ernährungsmodell reich an Gemüse, echten Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, niedrig glykämischer Frucht und ungesättigten Fettsäuren folgt einer entzündungshemmenden Logik,
die systemische Belastung reduzieren und das intestinale Gleichgewicht unterstützen kann (Cryan et al., 2019; Morais et al., 2021).

Klinischer Hinweis: Es handelt sich nicht um eine „Diät zur Heilung von ADHS“, sondern um eine Intervention auf biologischer Ebene (Inflammation, metabolische Stabilität, Darmbarriere),
die günstige Rahmenbedingungen schaffen kann.


Praktischer Vorschlag für einen mikrobiomfördernden Ernährungsplan

Operativ betrachtet kann eine konsistente tägliche Struktur Folgendes umfassen: Frühstück mit fermentierten Lebensmitteln und löslichen Ballaststoffen (Joghurt/Kefir + Hafer + Beeren),
Mittagessen mit Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten, Abendessen mit hochwertigen Proteinquellen und reichlich Gemüse, Snacks auf Basis von Obst und Nüssen.

Die regelmäßige Aufnahme fermentierter Lebensmittel und natürlicher präbiotischer Ballaststoffe (sofern verträglich) fördert das Wachstum nützlicher Bakterienarten sowie die Produktion von SCFA (kurzkettigen Fettsäuren).
Bei Personen mit empfindlichem Darm (Blähungen, IBS, selektives Essverhalten) sollte die Ballaststoffzufuhr schrittweise erhöht werden, wobei besser verträgliche und gegarte Quellen zu bevorzugen sind.

Zeitpunkt Option A (Basis) Option B (Variante) Warum (Mikrobiom/ADHS)
Frühstück Joghurt/Kefir + Haferflocken + Beeren + 1 EL Samen (Chia/Lein) Eier + echtes Vollkornbrot + Gemüse/Avocado + 1 Frucht Fermentiertes + lösliche Ballaststoffe + Polyphenole → Unterstützung von Diversität und SCFA-Produktion
Snack Obst + Nüsse Hummus + Karotten-/Fenchelsticks Ballaststoffe + ungesättigte Fette → stabilere Energie
Mittagessen Bowl mit Vollkorngetreide + Hülsenfrüchte + Gemüse + Olivenöl Vollkornpasta + Kichererbsen/Linsen + Gemüse Komplexe KH + Präbiotika → Förderung von Butyrat-Produzenten
Nachmittags Vollkornbrot + Ricotta oder Joghurt Obst + 1 Stück dunkle Schokolade (≥70%) Sättigung und Blutzuckerregulation
Abendessen Fettreicher Fisch/Lachs + viel Gemüse + Kartoffeln/Reis Huhn/Pute/Tofu + Gemüse + Quinoa Entzündungshemmendes Muster + Omega-3
Extra (3×/Woche) Fermentierte Lebensmittel Natürliche Präbiotika (Porree, Chicorée, Topinambur, falls verträglich) Förderung der Biodiversität und SCFA

Chili und Capsaicin: Evidenz und Grenzen

Capsaicin, der aktive Bestandteil von Chili, interagiert mit dem TRPV1-Rezeptor und wurde hinsichtlich möglicher Effekte auf das Mikrobiom untersucht.
Neuere Übersichtsarbeiten deuten darauf hin,

dass Capsaicin die bakterielle Zusammensetzung modulieren und ein metabolisch günstigeres Profil fördern könnte,
möglicherweise mit Reduktion proinflammatorischer Spezies (Huang et al., 2020).
Experimentelle Studien beschreiben zudem mögliche Effekte auf die Darmbarriere und auf Bakterien wie Akkermansia muciniphila,
die mit der Integrität der Schleimschicht assoziiert sind (Zhang et al., 2024).

Ein möglicher Einfluss auf inflammatorische Marker und LPS-vermittelte Endotoxämie wurde ebenfalls diskutiert (Fan et al., 2023).
Es existieren jedoch keine Evidenzen, dass Capsaicin eine Therapie bei ADHS darstellt. Die Anwendung sollte – falls gewünscht – im Rahmen eines Gesamt-Ernährungsmusters und unter Berücksichtigung individueller Verträglichkeit erfolgen.

Klinische Vorsicht: Bei Gastritis, Reflux oder intestinaler Hypersensitivität nur vorsichtig oder nicht einsetzen.


Eine integrierte Perspektive

Die aktuelle Evidenz zeigt nicht, dass die Modulation des Mikrobioms psychologische, pädagogische oder pharmakologische Interventionen ersetzen kann.

Sie zeigt jedoch zunehmend klar, dass der Darm ein biologischer Modulator der Hirnfunktion ist.

Die Förderung bakterieller Biodiversität, die Unterstützung der SCFA-Produktion und die Reduktion systemischer Inflammation durch eine ballaststoffreiche,
entzündungsarme Ernährung bedeutet, auf der physiologischen Grundlage anzusetzen, auf der sich Aufmerksamkeit, Emotionsregulation und Verhalten entfalten.

Anders gesagt: Das Mikrobiom zu nähren bedeutet auch, das Gehirn zu unterstützen.

Hinweis: informativer Inhalt.
Der ernährungsbezogene Ansatz sollte personalisiert werden, insbesondere bei selektivem Essverhalten, gastrointestinalen Beschwerden oder Komorbiditäten.


Literatur

    • Prehn-Kristensen A. Brain Behav Immun, 2018
    • Aarts E. Microbiome, 2017
    • Jiang HY. Front Psychiatry, 2018
    • Wan L. J Affect Disord, 2020
    • Szopinska-Tokov J. Eur Neuropsychopharmacol, 2020
    • Dalile B. Nat Rev Gastroenterol Hepatol, 2019
    • Cryan JF. Physiol Rev, 2019
    • Morais LH. Nat Rev Microbiol, 2021
    • Dinan TG. Lancet Psychiatry, 2017
    • Sharon G. Cell, 2016
    • Huang et al., 2020
    • Fan et al., 2023
    • Zhang et al., 2024

FAQ

Was bedeutet „Biodiversität“ des Mikrobioms?

Die Alpha-Diversität beschreibt Anzahl und Vielfalt der Spezies innerhalb eines Individuums.
Höhere Diversität wird meist mit größerer Resilienz assoziiert (Prehn-Kristensen et al., 2018).

Verursacht das Mikrobiom ADHS?

Die Evidenz spricht nicht für eine einfache Kausalität, sondern für eine bidirektionale Interaktion
zwischen Darm, Immunsystem und Gehirn (Cryan & Dinan, 2019).

Welche Rolle spielen Ballaststoffe?

Sie sind fermentierbare Substrate für die Produktion von SCFA (Acetat, Propionat, Butyrat) mit möglichen Effekten auf Darmbarriere und Immunmodulation (Dalile et al., 2019).

Ist Capsaicin bei ADHS sinnvoll?

Es gibt keine Evidenz für eine therapeutische Wirkung bei ADHS. Mögliche Effekte betreffen primär das Mikrobiom und metabolisch-inflammatorische Marker (Huang et al., 2020).


 

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Doppelte Außergewöhnlichkeit: ADHS und Hochbegabung.

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Autorin: Dr. Ilaria Obbili, Psychotherapeutin – Sanitätsdirektorin PECOM
der Fachambulanz PECOM – Bozen (Südtirol)

Das Talent ist ein starker Motor, aber wenn man ihn ständig „am Begrenzer“ hält, überhitzt er.

Die doppelte Außergewöhnlichkeit (2E) beschreibt Kinder und Jugendliche mit hohem kognitivem Potenzial (HKP) in Kombination mit einer Störung der neurologischen Entwicklung (u. a. ADHS, LRS, Autismus usw.). Dabei geht es nicht „nur“ um Diagnostik: Das Thema ist klinisch, schulisch und identitätsbezogen.

Das häufigste Risiko? Dass sich Begabung und Schwierigkeiten gegenseitig maskieren:

  • Das HKP kann ADHS kompensieren und „überdecken“ (Unterdiagnose).
  • ADHS kann das HKP unsichtbar machen (unzureichende Erkennung des Potenzials).

Die LABDA-Leitlinien weisen auf einen entscheidenden Punkt hin: Bei neuroentwicklungsbezogenen Profilen können bestimmte Fähigkeiten (Arbeitsgedächtnis, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit) anfälliger sein und globale Indizes nach unten ziehen, wodurch das Hochbegabungsprofil weniger klar erkennbar wird.

ADHS + hohes kognitives Potenzial (HKP): Vorsicht vor Über- und Unterdiagnosen

Die Leitlinien betonen ein doppeltes Risiko:

Überdiagnose: Verhaltensweisen wie Ungeduld, Langeweile sowie kritische/überlegene Haltungen können ADHS ähneln, ohne dass tatsächlich ADHS vorliegt (oder ohne dass es in einem durchgängigen, situationsübergreifenden Ausmaß vorliegt).

Unterdiagnose: ADHS kann übersehen werden, wenn der Jugendliche in „günstigen“ Aufgabenbereichen gut funktioniert oder kompensatorische Strategien nutzt, die mit dem hohen kognitiven Potenzial (HKP) zusammenhängen.

Operative Empfehlung (LABDA): Bei ADHS sollten zusätzlich Beobachtungsskalen und strukturierte Interviews eingesetzt werden, statt sich ausschließlich auf neuropsychologische Tests zu verlassen. Zudem ist das intraindividuelle Profil sorgfältig zu interpretieren (Unregelmäßigkeiten, Kontrollabbrüche, Variabilität).

Diagnostische Vertiefung: Was nicht fehlen sollte

Eine 2E-Abklärung sollte Folgendes umfassen:

  • Grundlegende schulische Fertigkeiten: Lesen, Schreiben, Mathematik;
  • Kognitive Funktionen mit Fokus auf häufig vulnerable Bereiche: Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit;
  • Gezielte Maße zu Kontrolle/Inhibition und Impulsivität bei ADHS;
  • Motivationale, emotionale und relationale Dimension;
  • Fragebögen für Eltern und Lehrkräfte zu Stärken und Schwierigkeiten.

In der Rückmeldung nie „nur die Diagnose“: Es braucht Stärken + Schwächen + konkrete, umsetzbare Ziele für Zuhause und Schule.

Wie damit umgehen: allgemeine Leitlinien

Ein wirksamer Ansatz ist maßgeschneidert und auf Stärken und Talente ausgerichtet. Begabung ist eine Disposition, die durch Engagement und Erfahrung wächst („Growth Mindset“). Dafür braucht es ein Umfeld, das sicher und wertschätzend ist, asynchrone Entwicklung toleriert, geringen Zeitdruck ermöglicht und gute soziale Beziehungen fördert. Wichtig ist zudem, Interessen zu erkennen und Enrichment in Inhalten/Zielen/Prozessen vorzusehen, ohne die vulnerableren Fähigkeiten zusätzlich zu belasten.

Der „Anti-Burnout“-Punkt:
Übermäßige Anforderungen und Druck vermeiden: Die Motivation sollte intrinsisch bleiben – nicht durch „Angstschübe“ angetrieben.

Schule: Was tun – und was vermeiden

Profil erkennen: In Betracht ziehen, dass ein Schüler mit auffälligem Problemverhalten ein hohes kognitives Potenzial (HKP) haben kann. Häufige Merkmale kennen: Widersprüchlichkeit, wechselndes Verhalten in der Peergroup, Kritizismus/Opposition gegenüber Lehrkräften, Ablenkbarkeit und Überaktivierung.

Die Spirale „könnte, will aber nicht“ vermeiden: Das klingt pädagogisch – ist aber oft nur eine elegante Art zu sagen: „Wir haben das Profil noch nicht verstanden.“

Ein spezifischer Förderplan (PDP) oder IEP/PEI für 2E – je nach Komorbiditäten: Kein „Collage-PDP“ nach dem Motto begabt + LRS/ADHS. Häufig ist ein schlanker, konkreter und zielgerichteter Plan sinnvoller, der wenige zentrale Stärken/Schwächen und klare Maßnahmen benennt.

Praktische Empfehlungen:

  • Tempo und Abwechslung erhöhen, wenn Langeweile droht;
  • Metakognition und konsistente Strategien fördern (v. a. im vulnerablen Bereich);
  • Aktives Lernen und Selbstbestimmung unterstützen (geleitete Wahlmöglichkeiten);
  • „Hochwertige“ und motivierende Gelegenheiten schaffen (Schülerzeitung, Theater, Kulturprojekte), die Kompetenzen sichtbar machen.

Dott.ssa Ilaria Obbili
Direttrice sanitaria PECOM
Psicoterapeuta

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ADHS in der Schule:

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Der modulare Fortbildungskurs von PECOM für Lehrkräfte aller Schulstufen wird mit großer Beteiligung und spürbarem Engagement fortgesetzt. Er ist im Landesfortbildungsplan für das Schuljahr 2025/2026 des Amtes für Fortbildung und Didaktik der Autonomen Provinz Bozen verankert.

Der Titel des Kurses lautet: „DAS FUNKTIONIEREN VON ADHS – Evidenzen, bewährte Praxis und praktische Strategien“. Heute über ADHS zu sprechen bedeutet, über Etiketten hinauszugehen und zu lernen, Verhalten zu verstehen – noch bevor man handelt.

Ein Kurs, der vom Funktionieren ausgeht

In den bereits durchgeführten ersten Modulen haben die Lehrkräfte aktiv und interaktiv an zentralen und sehr praxisnahen Themen gearbeitet:

  • Modul 1 – ADHS und kognitiv-emotionales Funktionieren
    Einführung in ADHS, zentrale Merkmale und Auswirkungen auf die Entwicklung.
    Großer Raum wurde praktischen Strategien zur Verhaltenssteuerung und zur emotionalen Regulation gewidmet.
  • Modul 2 – ADHS: Erkennen und Intervenieren
    Instrumente zur frühen Identifikation sowie Überlegungen zu inklusiven Strategien, die der gesamten Klasse zugutekommen – nicht nur Schülerinnen und Schülern mit Diagnose.
  • Modul 3 – Motivation bei ADHS
    Ein besonders geschätztes Modul, das sich der Bedeutung positiver Verstärkung und altersgerechter motivationaler Techniken widmete. Denn Motivation lässt sich nicht verordnen – sie wird gemeinsam aufgebaut.

Die Lehrkräfte brachten reale Beispiele, konkrete Fragen und authentische Zweifel ein. Ein klares Signal: Wenn Fortbildung die Sprache der Schule spricht, antwortet die Schule.

Auf dem Weg zu den letzten beiden Treffen: Geschlecht, Komplexität und Netzwerkarbeit

Der Kurs wird nun mit zwei besonders erwarteten Modulen fortgesetzt:

  • Modul 4 – Geschlechtsunterschiede bei ADHS (Februar)
    Ein grundlegendes und oft unterschätztes Thema: zu erkennen, wie sich ADHS bei Mädchen und Jungen, bei jungen Frauen und jungen Männern unterschiedlich äußern kann, und die Interventionsstrategien entsprechend anzupassen (ja, auch Mädchen können ADHS haben … sie „verbergen“ es nur häufig besser).
  • Modul 5 – Häufige Komorbiditäten bei ADHS (März)
    Hochbegabung, Autismus, Angststörungen, Depression, schwere Beeinträchtigung des Sozialverhaltens und sozialer Rückzug.

 

Ein wichtiger Mehrwert: das Interventionsprotokoll in Krisensituationen

Während Modul 5 haben wir die Ehre, Dr.in Donatella Arcangeli, Primaria des Landesdienstes für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (Südtiroler Sanitätsbetrieb), als wissenschaftliche Leiterin des Interventionsprotokolls in Krisensituationen – Umgang mit schweren Verhaltensproblemen in der Schule begrüßen zu dürfen. Dieses Dokument stellt einen landesweiten Referenzrahmen für die frühe Erkennung und die Aktivierung strukturierter Interventionen dar.

Ein besonders wertvolles Protokoll, weil es:

  • den Fokus von Bestrafung hin zu Prävention und De-eskalation verlagert;
  • klare und gemeinsam getragene Verfahren zur Bewältigung kritischer Situationen bereitstellt;
  • die Netzwerkarbeit zwischen Schule, Familie sowie gesundheitlichen und pädagogischen Diensten stärkt;
  • das Wohlbefinden der Schülerin bzw. des Schülers und der gesamten Schulgemeinschaft schützt.

Kurz gesagt: ein gemeinsam getragenes Vorgehen, das Lehrkräfte entlastet und Familien aktiv in den Prozess einbindet.

Heute ausbilden, um morgen besser arbeiten zu können

Wir sind fest davon überzeugt, dass die Fortbildung von Lehrkräften eines der wirksamsten Instrumente der Prävention ist.
Wenn Schule und Familie das Funktionieren verstehen, handeln sie gemeinsam auf die angemessenste Weise.


Erst nachdem wir verstanden haben, können wir reagieren und handeln.

Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren oder Fragen haben, kontaktieren Sie uns:

  • Telefon & WhatsApp: 320 76 46 254
  • Ort: PECOM – Ambulatorio Fachambulanz, Freiheitsstraße 15, Bozen, 1. Stock; wenn Sie möchten, kann das Gespräch auch online stattfinden.

 

Dr. Ilaria Obbili

Gesundheitsdirektorin PECOM

Psychotherapeutin[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

NEUES INTERVENTIONSPROTOKOLL IN DER AUTONOMEN PROVINZ BOZEN:

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So verändert sich der Umgang mit Schülerinnen und Schülern in komplexen Schulsituationen

Die Schulen der Autonomen Provinz Bozen verfügen endlich über ein strukturiertes und gemeinsam getragenes Protokoll für den Umgang mit schweren Verhaltensproblemen im schulischen Kontext, ausgearbeitet von der Landesdirektion der ladinischen Schulen unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr.in Donatella Arcangeli (Primarärztin des Landesdienstes für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie – Südtiroler Sanitätsbetrieb) sowie einer breit aufgestellten interinstitutionellen Arbeitsgruppe.

Es handelt sich um ein praxisorientiertes, konkretes und vor allem aktuelles Dokument: Es anerkennt die zunehmende Komplexität, der Lehrpersonen, Schulleitungen und Familien täglich begegnen, und bietet einen klaren Handlungsweg, der drei zentrale Begriffe in den Mittelpunkt stellt:

  • Schnelligkeit,
  • Zusammenarbeit,
  • Schutz der Schulgemeinschaft.

Ein bedeutender Schritt nach vorne, der psychiatrische und psychologische Erkenntnisse mit pädagogischen Kompetenzen und institutioneller Verantwortung verbindet. Kurz: ein gemeinschaftliches Werk, getragen von Schule, Inklusionsdiensten, Schulleitungen und Gesundheitsdiensten – ein Dokument, das aus der Realität entsteht und genau zu ihr spricht.


Warum war ein neues Protokoll notwendig?

In den letzten Jahren beobachten die Schulen einen Anstieg von:

  • – oppositionellem und provokativem Verhalten,
  • – emotionalen Krisen und plötzlich auftretender Wut,
  • – verbaler oder körperlicher Aggressivität,
  • – Weglaufen aus der Klasse oder sogar aus dem Schulgebäude,
  • – zunehmend ausgeprägten Schwierigkeiten in der Selbstregulation.

All dies sind Signale: von Erschöpfung, von fehlender innerer Regulation, von Bedürfnissen, die nicht erkannt oder nicht behandelt wurden.

Das Protokoll basiert auf einem zentralen Grundsatz:

Jede schwerwiegende Episode muss thematisiert werden – nicht ignoriert.

ZIEL: verstehen, vorbeugen und Sicherheit schaffen.

Beschreibung der Verhaltensweisen

Das Dokument unterscheidet zwischen:

  • Sozial unangemessenem Verhalten

(Lebhaftigkeit, Unterbrechungen, Aufmerksamkeitsprobleme, Störungen des Unterrichts …)

  • Sozial inakzeptablem Verhalten (antisozial)

(Beleidigungen, Drohungen, körperliche Aggressionen, Weglaufen aus der Schule, Sachbeschädigungen …)

Diese Unterscheidung ist entscheidend, weil sie ermöglicht, angemessene und differenzierte Reaktionen anzuwenden – und damit sowohl die Gleichbehandlung aller Situationen als auch die Verharmlosung potenziell gefährlicher Episoden zu vermeiden.

Die Bedeutung eines frühen (und richtigen) Eingreifens

Das Protokoll erinnert an einen zentralen Grundsatz der Entwicklungspsychologie:

 

Deshalb hat die Schule den Auftrag:

Deshalb hat die Schule den Auftrag:

  • – den Vorfall zu analysieren,
  • – die Ursachen zu verstehen,
  • – pädagogische Maßnahmen zu aktivieren,
  • – die Familie sofort und klar einzubeziehen.

Das Ziel ist nicht, das Kind zu bestrafen, sondern Teufelskreise zu durchbrechen, die sich schnell verfestigen können und das Kind bis ins Jugendalter begleiten würden.

Das Verfahren: einfach, klar, strukturiert

Das Protokoll führt einen Ablauf in vier Schritten ein:

  1. 1. Erster Vorfall
  • Mitteilung an die Eltern.

 


  1. 2. Zweiter Vorfall (innerhalb von 1–3 Monaten)
  • – Mitteilung an die Eltern
  • – telefonische Einladung
  • – Gespräch mit den Lehrpersonen und, wenn möglich, der Schulleitung
  • – Unterzeichnung des Schul–Familie-Erziehungsabkommens und der Schulordnung

 

  1. 3. Dritter Vorfall
  • – schriftliche Einladung
  • – Gespräch mit der Schulleitung
  • – Aktivierung des Individuellen Erziehungsabkommens Schule–Familie

 

  1. 4. Weitere Vorfälle

→ vorübergehende Suspendierung (alle 3 schweren Vorfälle innerhalb von 1–3 Monaten)

Ein innovativer Aspekt besteht darin, dass jeder Schritt einen direkten Kontakt mit der Familie vorsieht, da die Schule komplexe Verhaltensschwierigkeiten nicht allein bewältigen kann. Eine koordinierte, gemeinsame pädagogische Linie zwischen Schülern, Familien und Schule ist daher unerlässlich.

Das Erziehungsabkommen Schule–Familie

Es ist ein wirksames, aber wenig bekanntes Instrument.

Es dient dazu, ein klares und transparentes Bündnis zwischen Schule, Familie und – falls beteiligt – Gesundheits- und Sozialdiensten zu schaffen.

Das Abkommen legt fest:

  • – nicht verhandelbare Regeln,
  • – gemeinsam abgestimmte pädagogische Strategien,
  • – Kommunikationswege,
  • – mögliche Anpassungen des Stundenplans,
  • – individualisierte Arbeitsphasen im Klassenraum oder außerhalb,
  • – Personen, die im Notfall berechtigt sind, das Kind abzuholen.

 

Das Abkommen ist keine „Strafe“, sondern eine Brücke, um die tatsächlichen Bedürfnisse des Schülers und der Klasse wieder in den Mittelpunkt zu rücken.

Wenn sich die Situation nicht verbessert

Das Protokoll unterscheidet zwei Szenarien:

Fall A – Die Familie arbeitet nicht mit

→ Einschaltung des Sozialdienstes

→ mögliche Meldung an das Jugendgericht

Fall B – Die Familie arbeitet mit

→ Aktivierung oder Verstärkung der sanitär-therapeutischen Unterstützung

→ Antrag auf dringende fachärztliche Abklärung (innerhalb von 3 Monaten)

Das Ziel ist, sicherzustellen, dass kein Kind ohne angemessene Maßnahmen und Hilfsmittel bleibt – durch ein abgestimmtes, gemeinsam getragenes Vorgehen in enger Zusammenarbeit mit der Familie.

Gute Vorgehensweisen

Das Protokoll hebt Maßnahmen hervor, die wir auch bei PECOM seit Jahren anwenden:

  • – präzise Beobachtung der Auslöser (Trigger),
  • – respektvolle Gestaltung der Beziehung,
  • – Reduktion von Risikofaktoren,
  • – positiver Verstärker,
  • – positiver Verstärker,
  • – klar strukturierte (nicht punitive) Time-out-Phasen,
  • – individualisierte Arbeit außerhalb des Klassenraums,
  • – verstärkte Aufsicht in besonders kritischen Momenten (Stundenwechsel, Pause usw.).

 

Für Schülerinnen und Schüler mit schulischer Bescheinigung

Das Protokoll unterscheidet Fälle mit:

  • ADHS
  • – Verhaltensstörungen
  • – affektiven Störungen
  • – Persönlichkeitsstörungen
  • – Autismus-Spektrum-Störungen
  • – geistiger Behinderung
  • – gemischten Störungen des Sozialverhaltens

Für diese Schülerinnen und Schüler ist ein präventiver Ansatz vorgesehen:

  • – Aktivierung des Abkommens bereits zu Schuljahresbeginn,
  • – Ausfüllen des Informationsblatts gemeinsam mit der Familie,
  • – kontinuierliches Monitoring,
  • – individuell abgestimmte Förderung,
  • – gegebenenfalls Stundenplanreduktion (in Absprache mit dem Gesundheitsdienst).

Ein sehr wichtiger Punkt:
Die Diagnose einer schweren Beeinträchtigung des Sozialverhaltens hat eine Gültigkeit von einem Jahr, weil es sich um eine veränderbare Bedingung handelt – vorausgesetzt, es erfolgt eine gute pädagogische und therapeutische Intervention.

Schlussfolgerung: eine Zukunft gemeinsamer Allianzen und geteilter Kompetenzen

In einer Zeit, in der die Herausforderungen von Schülerinnen und Schülern zunehmen, dürfen Schulen und Familien nicht allein gelassen werden.

Dieses Protokoll bringt Klarheit, Struktur und vor allem eine gemeinsame Vision:
Der Umgang mit schwierigem Verhalten ist Teamarbeit, die konsequent und abgestimmt auf drei Ebenen vorangetrieben werden muss – mit dem Kind, mit der Schule und mit der Familie.

Die Schülerinnen und Schüler brauchen keine Strafen, sondern Erwachsene, die verstehen, Halt geben und begleiten können.

Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren oder Fragen haben, kontaktieren Sie uns:
  • Telefon & WhatsApp: 320 76 46 254
  • Ort: PECOM – Ambulatorio Fachambulanz, Freiheitsstraße 15, Bozen, 1. Stock; wenn Sie möchten, kann das Gespräch auch online stattfinden.

 

Dr. Ilaria Obbili

Gesundheitsdirektorin PECOM

Psychotherapeutin[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row full_width="stretch_row" css=".vc_custom_1692558247926{margin-bottom: 80px !important;padding-top: 80px !important;padding-bottom: 60px !important;background-image: url(https://pecom.frigeri.net/wp-content/uploads/2023/07/mt-sample-background.jpg?id=5 !important;background-position: center !important;background-repeat: no-repeat !important;background-size: cover !important;}" woodmart_parallax="0" woodmart_gradient_switch="no" row_reverse_mobile="0" row_reverse_tablet="0" woodmart_disable_overflow="0" woodmart_css_id="64e2639d4e2bc" responsive_spacing="eyJwYXJhbV90eXBlIjoid29vZG1hcnRfcmVzcG9uc2l2ZV9zcGFjaW5nIiwic2VsZWN0b3JfaWQiOiI2NGUyNjM5ZDRlMmJjIiwic2hvcnRjb2RlIjoidmNfcm93IiwiZGF0YSI6eyJ0YWJsZXQiOnt9LCJtb2JpbGUiOnt9fX0=" mobile_bg_img_hidden="no" tablet_bg_img_hidden="no" woodmart_box_shadow="no" wd_z_index="no"][vc_column css=".vc_custom_1702995637959{padding-top: 8% !important;padding-right: 40px !important;padding-bottom: 8% !important;padding-left: 40px !important;}" woodmart_parallax="0" parallax_scroll="no" woodmart_sticky_column="false" woodmart_css_id="6581a695ed738" wd_collapsible_content_switcher="no" wd_column_role_offcanvas_desktop="no" wd_column_role_offcanvas_tablet="no" wd_column_role_offcanvas_mobile="no" wd_column_role_content_desktop="no" wd_column_role_content_tablet="no" wd_column_role_content_mobile="no" mobile_bg_img_hidden="no" tablet_bg_img_hidden="no" woodmart_box_shadow="no" responsive_spacing="eyJwYXJhbV90eXBlIjoid29vZG1hcnRfcmVzcG9uc2l2ZV9zcGFjaW5nIiwic2VsZWN0b3JfaWQiOiI2NTgxYTY5NWVkNzM4Iiwic2hvcnRjb2RlIjoidmNfY29sdW1uIiwiZGF0YSI6eyJ0YWJsZXQiOnt9LCJtb2JpbGUiOnt9fX0=" mobile_reset_margin="no" tablet_reset_margin="no" wd_z_index="no"][/vc_column][/vc_row]

Schulisches Selbstwertgefühl bei Kindern mit ADHS

[vc_row full_width="stretch_row" css=".vc_custom_1760633981345{margin-bottom: 80px !important;padding-top: 80px !important;padding-bottom: 60px !important;background-image: url(https://pecom.frigeri.net/wp-content/uploads/2025/10/aff05336-eb25-4bac-995e-df1b71c1f8f3.jpg?id=11930 !important;background-position: center !important;background-repeat: no-repeat !important;background-size: cover !important;}" woodmart_parallax="0" woodmart_gradient_switch="no" row_reverse_mobile="0" row_reverse_tablet="0" woodmart_disable_overflow="0" woodmart_css_id="68f123c447429" responsive_spacing="eyJwYXJhbV90eXBlIjoid29vZG1hcnRfcmVzcG9uc2l2ZV9zcGFjaW5nIiwic2VsZWN0b3JfaWQiOiI2OGYxMjNjNDQ3NDI5Iiwic2hvcnRjb2RlIjoidmNfcm93IiwiZGF0YSI6eyJ0YWJsZXQiOnt9LCJtb2JpbGUiOnt9fX0=" mobile_bg_img_hidden="no" tablet_bg_img_hidden="no" woodmart_box_shadow="no" wd_z_index="no"][vc_column css=".vc_custom_1702995637959{padding-top: 8% !important;padding-right: 40px !important;padding-bottom: 8% !important;padding-left: 40px !important;}" woodmart_parallax="0" parallax_scroll="no" woodmart_sticky_column="false" woodmart_css_id="6581a695ed738" wd_collapsible_content_switcher="no" wd_column_role_offcanvas_desktop="no" wd_column_role_offcanvas_tablet="no" wd_column_role_offcanvas_mobile="no" wd_column_role_content_desktop="no" wd_column_role_content_tablet="no" wd_column_role_content_mobile="no" mobile_bg_img_hidden="no" tablet_bg_img_hidden="no" woodmart_box_shadow="no" responsive_spacing="eyJwYXJhbV90eXBlIjoid29vZG1hcnRfcmVzcG9uc2l2ZV9zcGFjaW5nIiwic2VsZWN0b3JfaWQiOiI2NTgxYTY5NWVkNzM4Iiwic2hvcnRjb2RlIjoidmNfY29sdW1uIiwiZGF0YSI6eyJ0YWJsZXQiOnt9LCJtb2JpbGUiOnt9fX0=" mobile_reset_margin="no" tablet_reset_margin="no" wd_z_index="no"][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][woodmart_title align="left" size="large" woodmart_css_id="68f11c889689c" title="ADHS und schulisches Selbstwertgefühl: wenn man glaubt, „die Person zu sein, die immer alles falsch macht“" responsive_spacing="eyJwYXJhbV90eXBlIjoid29vZG1hcnRfcmVzcG9uc2l2ZV9zcGFjaW5nIiwic2VsZWN0b3JfaWQiOiI2OGYxMWM4ODk2ODljIiwic2hvcnRjb2RlIjoid29vZG1hcnRfdGl0bGUiLCJkYXRhIjp7InRhYmxldCI6e30sIm1vYmlsZSI6e319fQ==" wd_hide_on_desktop="no" wd_hide_on_tablet="no" wd_hide_on_mobile="no"][vc_column_text css="" woodmart_inline="no" text_larger="no"]In der Schule fallen Fehler schnell auf: eine vergessene Aufgabe, eine Ablenkung, eine niedrigere Note trotz Mühe.
Für Menschen mit ADHS können solche Situationen häufig auftreten und sich Tag für Tag wiederholen.

Mit der Zeit hinterlassen diese Erlebnisse Spuren.
Sie werden zu Gedanken, die sich wiederholen:

„Ich kann das nicht.“
„Die anderen schaffen es, nur ich nicht.“

Allmählich sinkt die Motivation, und das Vertrauen in sich selbst wird schwächer.
Nicht, weil der Wille fehlt – sondern weil es schwer wird, an sich zu glauben.
Jeder neue Versuch fühlt sich wie ein weiteres Risiko an, zu scheitern.

ADHS führt manchmal zu einem niedrigen schulischen Selbstwertgefühl.

Der Verlust des Selbstvertrauens ist keine Faulheit und kein Desinteresse.
Es ist ein Weg, sich vor der Enttäuschung zu schützen, „immer Fehler zu machen“.
Aus Angst zu scheitern, wagt man es irgendwann nicht mehr, etwas Neues zu versuchen.
Doch das führt nur dazu, dass man sich noch weiter von dem entfernt, was man eigentlich lernen möchte.

Was helfen kann?

Um Vertrauen und Motivation zurückzugewinnen, braucht es Zeit, Verständnis und einen Blick, der annimmt.
Das kann helfen:

  • Klare und positive Rückmeldungen zu den Fortschritten, auch zu kleinen.
  • Erklären, wie das eigene Gehirn funktioniert, um Schuldgefühle zu verringern.
  • Erfahrungen von Erfolg ermöglichen, auch in kleinen Schritten.
  • Erfahrungen von Erfolg ermöglichen, auch in kleinen Schritten.

Das Verständnis des Zusammenhangs zwischen ADHS, Selbstwertgefühl und schulischer Leistung

Selbstwert entsteht nicht dadurch, dass man nie Fehler macht,
sondern dadurch, dass man sich gesehen, verstanden und unterstützt fühlt.

Jedes Mal, wenn jemand die Mühe, die Entwicklung oder einen kleinen Fortschritt erkennt,
hilft das einem Menschen mit ADHS, wieder an sich selbst zu glauben –
und zu entdecken, dass Erfolg möglich ist, auf die eigene Weise.

Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren oder Fragen haben, kontaktieren Sie uns:

  • Telefon & WhatsApp: 320 76 46 254
  • Ort: PECOM – Ambulatorio Fachambulanz, Freiheitsstraße 15, Bozen, 1. Stock; wenn Sie möchten, kann das Gespräch auch online stattfinden.

 

Dr. Ilaria Obbili

Gesundheitsdirektorin PECOM

Psychotherapeutin[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Vertraglich vereinbarter Dienst ADHD – PECOM in Bozen

[vc_row full_width="stretch_row" css=".vc_custom_1758479185263{margin-bottom: 80px !important;padding-top: 80px !important;padding-bottom: 60px !important;background-image: url(https://pecom.frigeri.net/wp-content/uploads/2025/09/ChatGPT-Image-20-set-2025-20_04_16.jpg?id=11858 !important;background-position: center !important;background-repeat: no-repeat !important;background-size: cover !important;}" woodmart_parallax="0" woodmart_gradient_switch="no" row_reverse_mobile="0" row_reverse_tablet="0" woodmart_disable_overflow="0" woodmart_css_id="68d0433b80d8e" responsive_spacing="eyJwYXJhbV90eXBlIjoid29vZG1hcnRfcmVzcG9uc2l2ZV9zcGFjaW5nIiwic2VsZWN0b3JfaWQiOiI2OGQwNDMzYjgwZDhlIiwic2hvcnRjb2RlIjoidmNfcm93IiwiZGF0YSI6eyJ0YWJsZXQiOnt9LCJtb2JpbGUiOnt9fX0=" mobile_bg_img_hidden="no" tablet_bg_img_hidden="no" woodmart_box_shadow="no" wd_z_index="no"][vc_column css=".vc_custom_1758479200505{padding-top: 8% !important;padding-right: 40px !important;padding-bottom: 8% !important;padding-left: 40px !important;}" woodmart_parallax="0" parallax_scroll="no" woodmart_sticky_column="false" woodmart_css_id="68d04358933ce" wd_collapsible_content_switcher="no" wd_column_role_offcanvas_desktop="no" wd_column_role_offcanvas_tablet="no" wd_column_role_offcanvas_mobile="no" wd_column_role_content_desktop="no" wd_column_role_content_tablet="no" wd_column_role_content_mobile="no" mobile_bg_img_hidden="no" tablet_bg_img_hidden="no" woodmart_box_shadow="no" responsive_spacing="eyJwYXJhbV90eXBlIjoid29vZG1hcnRfcmVzcG9uc2l2ZV9zcGFjaW5nIiwic2VsZWN0b3JfaWQiOiI2OGQwNDM1ODkzM2NlIiwic2hvcnRjb2RlIjoidmNfY29sdW1uIiwiZGF0YSI6eyJ0YWJsZXQiOnt9LCJtb2JpbGUiOnt9fX0=" mobile_reset_margin="no" tablet_reset_margin="no" wd_z_index="no"][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][woodmart_title align="left" size="large" woodmart_css_id="68ceee12b0873" title="Vertraglich vereinbarter Dienst ADHD – PECOM in Bozen" responsive_spacing="eyJwYXJhbV90eXBlIjoid29vZG1hcnRfcmVzcG9uc2l2ZV9zcGFjaW5nIiwic2VsZWN0b3JfaWQiOiI2OGNlZWUxMmIwODczIiwic2hvcnRjb2RlIjoid29vZG1hcnRfdGl0bGUiLCJkYXRhIjp7InRhYmxldCI6e30sIm1vYmlsZSI6e319fQ==" wd_hide_on_desktop="no" wd_hide_on_tablet="no" wd_hide_on_mobile="no"][vc_column_text css="" woodmart_inline="no" text_larger="no"]Autorin: Dr. Ilaria Obbili, Psychotherapeutin – Ärztliche Leiterin Ambulatorio Fachambulanz PECOM – Bozen (Trentino Südtirol)

Viele Eltern fragen sich, an wen sie sich wenden können, wenn ihr Kind eine Phase emotionaler, schulischer und/oder zwischenmenschlicher Schwierigkeiten durchlebt Es ist nicht immer einfach, sich im Angebot der vorhandenen Dienste zurechtzufinden, und oft entsteht das Gefühl, mit Sorgen und Fragen allein zu sein.

Ich möchte daher auf den neuen Dienst in unserer Fachambulanz PECOM hinweisen, der in Konvention mit dem Landesdienst für Psychiatrie und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter in Bozen steht: ein strukturiertes Angebot für Kinder*, Jugendliche* und Familien/Bezugspersonen.

An wen richtet sich der vertraglich vereinbarte ADHS-Service?

Der Weg richtet sich an Kinder* und Jugendliche* mit ADHS und an ihre Familien/Bezugspersonen. Der Zugang erfolgt ausschließlich über die Zuweisung durch die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt der Fachambulanz für psychosoziale Gesundheit im Kindes- und Jugendalter in Bozen

Was umfasst der vertraglich vereinbarte Service für Kinder und Jugendliche mit ADHS:

  • 10 Einzelsitzungen, die dem Kind* oder dem/jungen Menschen* gewidmet sind;
  • 5 Sitzungen für die Familie;
  • die Möglichkeit, ein Unterstützungsnetzwerk zu aktivieren, das bei Bedarf auch die Schule und die Lehrkräfte einbezieht.

Eine Zusammenarbeit mit dem Landesdienst für ADHS

Ein wesentlicher Aspekt dieses Angebots ist die aktive und strukturierte Einbindung der Referent*innen des Dienstes für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie, mit denen wir in abgestimmter und gemeinsamer Weise zusammenarbeiten. Diese Synergie gewährleistet einen wirklich multimodalen Weg, der Kohärenz zwischen Diagnose, Aufnahme und Intervention sicherstellt.

Warum eine strukturierte Unterstützung bei ADHS wichtig ist

  • Es handelt sich um einen konventionierten Dienst, garantiert vom Südtiroler Sanitätsbetrieb, der den Zugang zu einem qualifizierten und strukturierten Versorgungsweg ermöglicht.
  • Er stellt einen integrierten und multimodalen Ansatz dar, der Kinder*, Jugendliche*, Familien, Schule und Gesundheitsdienste miteinander verbindet.
  • Er bietet eine konkrete Unterstützung, indem er Kindern* und Jugendlichen* mit ADHS hilft, neue Ressourcen zu entwickeln, und Familien das Gefühl gibt, begleitet und nicht allein zu sein.

Das Ziel ist es, einen individuellen Weg zu gestalten, der hilft, Gleichgewicht, Werkzeuge und Vertrauen wiederzufinden. Wir glauben, dass nur durch Zusammenarbeit die Jugendlichen auf ihrem Weg zu einem ruhigeren und bewussteren Wachstum begleitet werden können.

Dies stellt einen wichtigen Schritt dar, um das Netz der Betreuung und Unterstützung zu stärken.

Ein herzlicher Dank an alle, die an PECOM glauben.

Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren oder Fragen haben, kontaktieren Sie uns:

  • Telefon & WhatsApp: 320 76 46 254
  • Adresse: Corso della Libertà 15, 39100 Bozen (Trentino-Südtirol)

 

Dr. Ilaria Obbili

Gesundheitsdirektorin PECOM

Psychotherapeutin[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

ADHS 2025: Neue Erkenntnisse und praktische Tipps

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Hier finden Sie ein Update auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse mit einigen praktischen Überlegungen für Familien, Lehrer und Erwachsene mit ADHS.

Mehr Diagnosen bedeuten nicht mehr tatsächliche Fälle von ADHS

Eine kürzlich durchgeführte internationale Metaanalyse hat bestätigt, dass die Prävalenz von ADHS nicht zunimmt: Der Anteil der Kinder und Erwachsenen, die an dieser Störung leiden, bleibt über die Zeit stabil.
Was wächst, ist die Fähigkeit, ADHS richtig zu erkennen und zu diagnostizieren, dank:

  • bessere Ausbildung von Kinderärzten, Lehrern und Psychologen;
  • Verringerung der Stigmatisierung;
  • Verbreitung genauerer Screening-Instrumente.

Kernbotschaft: Wenn wir heute mehr Diagnosen sehen, dann deshalb, weil mehr Menschen endlich die Antwort erhalten, auf die sie seit Jahren gewartet haben, und nicht, weil „ADHS explosionsartig zunimmt“.

Der Wert einer frühzeitigen integrierten Unterstützung

Eine groß angelegte britische Studie aus dem Jahr 2025 hat eine wichtige Erkenntnis zutage gefördert: ADHS kann die Lebenserwartung verringern, wenn es nicht angemessen behandelt wird, wobei die Unterschiede sogar 6 bis 10 Jahre betragen können, vor allem aufgrund indirekter Faktoren wie:

  • erhöhtes Unfallrisiko;
  • ungesunde Lebensgewohnheiten (Rauchen, Bewegungsmangel);
  • Schwierigkeiten beim Umgang mit Stress und psychischer Gesundheit.

Frühzeitiges und multimodales Eingreifen mit psychologischer Unterstützung, pädagogischen Strategien und, falls erforderlich, einem medizinischen Ansatz wirkt sich nicht nur positiv auf das schulische und soziale Wohlbefinden aus, sondern auch auf die langfristige Gesundheit.

Neue therapeutische Grenzen 2025

Die Forschung erweitert das Spektrum der therapeutischen Möglichkeiten über die traditionellen Medikamente hinaus.

✅ Verschreibungspflichtige Videospiele – EndeavorRx
Ein von der FDA zugelassenes „therapeutisches“ Videospiel, das die selektive Aufmerksamkeit und die kognitive Kontrolle bei Kindern mit ADHS fördert. Aktuelle Studien zeigen auch vielversprechende Anwendungsmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene.

✅ Stimulation des Trigeminusnervs (eTNS)
Eine nicht-invasive Therapie, die bereits für Kinder zugelassen ist und mit einem kleinen Gerät auf sanfte Weise Bereiche des Gehirns stimuliert, die mit der Aufmerksamkeit in Verbindung stehen. Die Untersuchungen an Jugendlichen und Erwachsenen sind noch nicht abgeschlossen.

✅ Individuelles Neurofeedback
Ein auf EEG oder fNIRS basierendes Training, das das Gehirn darin „trainiert“, seine eigenen Gehirnwellen zu erkennen und zu modulieren. Die Ergebnisse sind noch nicht durch wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt.

✅ KI und assistierte Robotik
In ersten Pilotstudien werden virtuelle Assistenten auf Basis künstlicher Intelligenz (wie therapeutische Chatbots und kleine Haushaltsroboter) für Erinnerungen, emotionales Coaching und Unterstützung im Alltag getestet.

ADHS bei Frauen: die stille Revolution

Im Jahr 2025 wird endlich über ADHS bei Frauen gesprochen: Viele Frauen erhalten eine späte Diagnose, oft erst im Erwachsenenalter, da ihre Symptome weniger „auffällig“ sind (mehr Unaufmerksamkeit, weniger Hyperaktivität).
Hormonelle Faktoren wie Pubertät, Menstruationszyklus, Schwangerschaft und Menopause beeinflussen die Intensität der Symptome stark, wurden jedoch bei der Diagnose und Therapie lange Zeit ignoriert.

Heute fordert die Forschung personalisierte Behandlungswege für Frauen, um Diagnoseverzögerungen zu vermeiden und die Lebensqualität zu verbessern.

Praktische Tipps für das tägliche Wohlbefinden

Neben Diagnosen und Therapien gibt es alltägliche Gewohnheiten, die für Kinder und Erwachsene mit ADHS einen Unterschied machen können:

  • Gut schlafen: Regelmäßige Schlafgewohnheiten stabilisieren die Aufmerksamkeit und die Emotionen.
  • Ausgewogene Ernährung: Regelmäßige und nährstoffreiche Mahlzeiten reduzieren Energieeinbrüche und Reizbarkeit.
  • Sich täglich bewegen: Körperliche Aktivität ist eine der wirksamsten nichtmedikamentösen Maßnahmen bei ADHS.
  • Digitales Management: Die Reduzierung der „Benachrichtigungsflut” und die Schaffung von Offline-Momenten verbessern die Konzentration und die geistige Ruhe.
  • CBT und Achtsamkeit: Kognitive Therapien und Achtsamkeitspraktiken helfen dabei, Strategien zur Selbstregulierung zu entwickeln.

 

Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren oder Fragen haben, kontaktieren Sie uns:

  • Telefon & WhatsApp: 320 76 46 254
  • Adresse: Via Fiume 16, 39100 Bozen (Südtirol)

 

Dr. Ilaria Obbili

Gesundheitsdirektorin PECOM

Psychotherapeutin[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Emotional dysregulation bei ADHD: Die Evidenz

Was ist ADHS und warum wird zunehmend darüber gesprochen?

ADHS ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die drei Hauptbereiche umfasst: Aufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität.
Jüngste Forschungsergebnisse weisen jedoch auf einen anderen, oft übersehenen, aber entscheidenden Aspekt hin: die emotionale Dysregulation, d. h. die Schwierigkeit, intensive oder unvorhersehbare Emotionen zu bewältigen [1][4].

Emotionale Dysregulation bei ADHS: ein wichtiger Aspekt

Wie verbreitet ist sie?

Etwa 25-45 % der Kinder mit ADHS zeigen Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation. Dieser Prozentsatz nimmt mit dem Alter tendenziell zu [1][4]. Emotionale Dysregulation ist kein seltenes oder marginales Symptom, sondern eine Komponente, die mit größeren Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Beziehungen der Kinder verbunden ist [3][5].

Emotionale Dysregulation: Wie äußert sie sich?

Neurobiologische Studien deuten darauf hin, dass die emotionale Dysregulation bei ADHS Schaltkreise wie das Striatum, die Amygdala und den präfrontalen Kortex betrifft, die durch die Aufmerksamkeitsregulation vermittelt werden [6][10];

Psychodiagnostische Modelle betrachten es als ein verwandtes, aber von den drei klassischen ADHS-Symptomen verschiedenes Merkmal, das auf mögliche dysphorische Subtypen hindeutet [4][10].

ADHS und emotionale Dysregulation bereits bei Kindern (3-6 Jahre)

Was die Studien sagen:
– Eine Längsschnittstudie (Development and Psychopathology, Cambridge, 2024) hat gezeigt, dass eine starke emotionale Dysregulation im Alter von 3 bis 7 Jahren mit einem schlechteren Verlauf von ADHS verbunden ist, wobei die Symptome auch im Alter von 7 Jahren noch bestehen [2][3].

– Eine andere Studie mit mehr als 19 000 Kindern (Millennium Cohort Study) bestätigte, dass Kinder mit starken emotionalen Reaktionen und Schwierigkeiten, sich zu beruhigen, später mehr ADHS-Symptome und Verhaltensprobleme im Schulalter zeigen [3].

Neurophysiologie bereits im Klassenzimmer

– Jüngste Forschungsarbeiten haben mit der Überwachung durch Biomarker (physiologische Sensoren) während des Schultages experimentiert und gezeigt, dass es möglich ist, Profile emotionaler Dysregulation bei Vorschulkindern zu identifizieren [1].

Klinische Auswirkungen: Warum es wichtig ist, frühzeitig einzugreifen

  • Frühes Screening: Eine Beurteilung der emotionalen Regulation bereits im Alter von 3 bis 6 Jahren kann eine frühere und spezifischere Diagnose ermöglichen [2][3][9];
  • Maßgeschneiderte Interventionen: Strategien zur Bewältigung von Emotionen umfassen (z. B. CBT (kognitive Verhaltenstherapie), psychoedukatives Training, Achtsamkeit) zusätzlich zu den Standardbehandlungen für ADHS [5][9];
  • Neubewertung der diagnostischen Kriterien: Obwohl emotionale Dysregulation nicht in den DSM-5-Kriterien enthalten ist, wird sie von vielen Experten als zentrales Merkmal angesehen, was auf mögliche künftige Überarbeitungen hindeutet [4][6].

Schwerpunkt 3-6 Jahre: Symptome, auf die man bei Kindern achten sollte

  • Starke emotionale Reaktionen (übertriebene Wutanfälle, Schwierigkeiten, sich nach Frustrationen zu beruhigen);
  • Hartnäckigkeit und Langsamkeit: Kinder, die Schwierigkeiten haben, ihre Begeisterung oder ihren Ärger in geregelten Kontexten (Kindergarten, strukturiertes Spiel) zu regulieren;
  • Erhöhte körperliche Reaktionen: Viele haben Schwierigkeiten, Stress und grundlegende Emotionen selbst zu bewältigen.

Diese Anzeichen können, wenn sie bereits in dieser Altersgruppe häufig und intensiv auftreten, einen Verlauf der ADHS mit einer starken emotionalen Komponente vorwegnehmen [2][3][11].

Schlussfolgerung

Emotionale Dysregulation ist eine Schlüsseldimension von ADHS, kein triviales Nebensymptom.

Es gibt Hinweise darauf, dass diese Dimension bereits in der Altersgruppe der 3-6-Jährigen nachweisbar ist und einen komplexeren Verlauf voraussagt.

Es ist von entscheidender Bedeutung, Diagnoseinstrumente und Maßnahmen zu integrieren, die dieser Dimension Rechnung tragen, um eine umfassendere und frühere Aufnahme zu ermöglichen [1][4][5].

 

Bibliographie

  1. Ecological Momentary Assessment of emotional dysregulation and ADHD in preschoolers
    Ripudaman Singh, Janav Panchal, Sami Ali, Beth Krone, Isaac J. Wert, Mark Owens, Mark Stein, Maulik V. Shah (2025). Ecological Momentary Assessment of emotional dysregulation and … PMCvor 3 Monaten veröffentlicht Es gibt Evidenz, dass etwa 25–45 % der Vorschulkinder mit ADHD eine emotionale Dysregulation aufweisen; der Einsatz physiologischer Sensoren ermöglicht deren Echtzeitmessung. 
  2. Early emotion regulation developmental trajectories and ADHD, internalizing and conduct problems symptoms in childhood
    (Development and Psychopathology) (2024). Langzeitstudie über Kinder im Alter von 3–7 Jahren: Hohe Anfangswerte oder eine Verlangsamung der Entwicklung der emotionalen Regulation sind mit einer frühen ADHD im Alter von 7 Jahren verbunden. 
  3. Emotional Struggles and Tantrums in Preschoolers Linked to ADHD
    Neuroscience News (2024). Analisi su 19.000 bambini del Millennium Cohort Study: Verzögerte emotionale Regulation zwischen 3 und 7 Jahren sagt ADHD-Symptome sowie internalisierte und Verhaltenssymptome im Alter von 7 Jahren voraus 
  4. Practitioner Review: Emotional dysregulation in attention‑deficit/hyperactivity disorder – implications for clinical recognition and intervention
    Faraone, S.V. et al. (2019). Journal of Child Psychology and Psychiatry. Übersicht über die klinische und therapeutische Bedeutung der emotionalen Dysregulation bei ADHD 
  5. Efficacy of psychosocial interventions for children with ADHD and emotion dysregulation: a systematic review
    Vacher, C., et al. (2020). Psychiatry Research. Überprüfung der Wirksamkeit psychosozialer Interventionen (DBT, Achtsamkeit, Elterntraining, Pharmakologie) bei ADHD mit emotionaler Dysregulation 
  6. Emotion Dysregulation in Attention Deficit Hyperactivity Disorder
    Focus (APA psychiatry). Neuropsychologische und neurophysiologische Modelle verbinden die emotionale Dysregulation mit Defiziten in der Ausrichtung und Aufmerksamkeit gegenüber emotionalen Reizen. 
  7. A Narrative Review to Identify Promising Approaches for Digital
    JMIR Mental Health (2025). Narrative Übersicht, die Modelle der emotionalen Dysregulation und Interventionsansätze für digitale Lösungen umfasst. 
  8. Treatment of affective dysregulation in ADHD with guanfacine: study protocol
    (2025). Frontiers in Child and Adolescent Psychiatry. Multizentrisches Protokoll zur Bewertung von Guanfacin auf die emotionalen Aspekte (affektive Dysregulation) bei Kindern mit ADHD. 
  9. Emotionsregulation und -dysregulation bei neurologischen Entwicklungsstörungen
    Erickson Konferenz (2024). Präsentation klinischer Programme (Coping Power, FAST, DBT-C und ACT), die auf die emotionale Regulation im Vorschul- und Schulalter abzielen. 
  10. Russell Barkley – ADHD handbook e teoria
    Barkley, R. A. (2015). Attention Deficit Hyperactivity Disorder: A Handbook for Diagnosis and Treatment (4a ed.). Guilford Press. Guilford Press.Gesicherte Referenzen unterstützen die Einordnung der Dysregulation als bedeutenden Korrelat. 
  11. Theodore Beauchaine – Studien zu emotionalen Aspekten entwickelt
    Beauchaine, T. P. (2015). Future directions in emotion dysregulation and youth psychopathology. Journal of Clinical Child and Adolescent Psychology, 44, 875–896. Theoretische Grundlage der Verläufe der emotionalen Dysregulation im Kindes- und Jugendalter.